Gemeinschaftstour Wallis ’16

Donnerstag, 4.55 Uhr. Heinz biegt mit seinem Auto pünktlich ums Eck. Schnell werden Ski und Gepäck eingeladen, die restlichen Mitfahrer abgeholt und noch leicht verschlafen gehts ab auf die Autobahn in Richtung Westen…

Die diesjährige mehrtägige Gemeinschaftstour führte uns an südwestlichsten Rand der Schweiz, genauer in den französischsprachigen Teil des Wallis mit dem Mont Vélan und Grand Combin als Hauptzielen – die Wetterprognose für alle 4 Tage: sehr gut.

Nach ca. 6 1/2 Stunden Fahrzeit – vorbei an Zürich, Bern und Montreaux – erreichte unsere überschaubare Gruppe bestehend aus Heinz, Gerhard, Arno, Roland, Ben, Klaus und Bernhard den kleinen Ort Bourg Saint-Pierre. Dort auf ca. 1700m ließen wir die Autos stehen und stiegen – aus Schneemangel die erste Stunde zu Fuß, dann mit Ski – auf zur futuristisch anmutenden Cabane du Vélan auf 2600m. Nachdem die resche Hüttenwirtin jeden von uns mindestens einmal zurechtgewiesen hatte, wurde uns von ihr aber ein spitzenmäßiges Abendessen serviert und bei einem Bierchen danach noch die Tourenplanung für den nächsten Tag gemacht. Das Abendlicht in Verbindung mit dem gewaltigen Bergpanorama ließ uns noch einige Fotos machen, bevor wir es uns dann zeitig im Lager gemütlich machten.

Freitag, 4.45 Uhr – Wecker. Frühstück um 5. Abmarsch um 6.
Das heutige Ziel war der Mont Vélan (3730m) an der schweizerisch-italienischen Grenze. Zum Aufwachen gings erstmal leicht ansteigend quer über den Glacier de Tseudet, an dessen Ende wir uns die Steigeisen anschnallten und mit Pickel in der Hand auf den Col de la Gouille (3150m) kraxelten. Auf dem Sattel angekommen begrüßte uns die Morgensonne von der anderen Seite und nach kurzer Fotopause seilten wir uns einige Meter ab auf den Glacier de Valsorey. Dort gings wieder mit Ski weiter, vorbei an massiven Gletscheisformationen über mehrere Stufen hinauf bis zum sehr steilen Gipfelhang. Wieder mit Steigeisen stapften wir die restlichen 150 Höhenmeter bis zum großen Gipfelplateau auf 3730m, wo uns eine geniale Aussicht erwartete. Mont Blanc, Gran Paradiso und Matterhorn waren zum Greifen nah und bei strahlendem Sonnenschein und beinahe Windstille genehmigten wir uns ein Schlückchen Tee und einen Powerriegel. Dann gings auch schon wieder abwärts – Abfahrt über den steilen Gipfelhang und weiter über den ganzen Valsorey Gletscher und an dessen Ende durch eine lange steile Rinne bis auf ca. 2400m. Von dort folgte dann nochmal der Aufstieg über die riesige Moräne zurück zur Vélan Hütte.

Samstag, Frühstück um 4, Abmarsch um 4.30 Uhr.
Mit Stirnlampe fuhren wir im Dunkeln von der Hütte ins Tal, um auf der gegenüberliegenden Seite zur Valsorey Hütte (3030m) aufzusteigen. Viel Wind, harter Schnee und das steile Gelände machten die ersten 600 Höhenmeter nicht gerade zum Genuß. Wir passierten die Valsorey Hütte kurz vor Sonnenaufgang und das immer steiler werdende Gelände zwang uns bald die Steigeisen anzuschnallen. Nach weiteren 600 Höhenmetern erreichten wir den Col du Meitin auf 3600m. Der stärkere Teil unserer Gruppe ging noch weiter über schwieriges Gelände bis zum Gipfel des Grand Combin auf auf 4300m, während die anderen retour zur Valsorey Hütte fuhren. Beim Abstieg vom Gipfel des Grand Combin kam es bei einer Abseilstelle zu einem schweren Unfall einer anderen Bergsteigergruppe, welche den Einsatz von zwei Rettungshelikoptern zur Folge hatte. Sichtlich erschöpft aber heil kamen alle Axamer Bergretter auf der Valsorey Hütte an und wir verbrachten den restlichen Nachmittag bei einem Gläschen guten wallisischem Weißwein.

Sonntag, Frühstück um 6 Uhr.
Die Nacht war trotz des spät angesetzten Frühstücks eher kurz, da die Geräusche des stark auflebenden Winds in der Nacht uns schlecht schlafen ließen. Nach kurzer Beratung entschieden wir uns dann trotz des starken Windes doch wieder mit den Ski am Rücken auf den Col du Meitin aufzusteigen. Die Entscheidung war gut, denn auf der anderen Seite erwartete uns eine kurze aber beeindruckende Abfahrt auf das weite und windstille Plateau des Glacier de Cobassière. Bei strahlendem Sonnenschein überquerten wir das 3km breite Gletscherplateau auf 3400m und genossen das eindrucksvolle Panorama rund um den Grand Combin. Wir stapften noch 100 steile Höhenmeter auf den Col de Panossière, bevor wir dann fast 2000 Höhenmeter Abfahrt über den Glacier de Boveire ins Tal nach Bourg Saint-Pierre vor uns hatten. Der Bruchharsch im oberen Teil verwandelte sich bald zu feinem Firn und so konnten wir die lange Abfahrt in vollen Zügen genießen. Der Schnee reichte leider wieder nicht ganz bis unten und so mussten wir noch gut eine Stunde zu Fuss zurück zum Auto gehen.

Danke an den Tourenwart und alle Tourenteilnehmer für die geniale Gemeinschaftstour und einen wunderschönen Ausklang der Skisaison.

Fotos: Heinz G., Roland W.

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Schneetalrunde Kühtai 20. März 2016

Skitouren im Frühjahr haben ja immer auch was Mühsames. Das frühe Aufstehen ist oft ein wenig beschwerlich. Wenn der Wetterbericht den ganzen Tag Sonne verspricht, die Lawinenwarnstufe passt, der Schnee noch pulvrig ist, motiviert das aber Jung und Alt. So zählten wir heute einen Altersunterschied zwischen unserem Youngster und erfahrenstem Hasen ganze 53 Lenze.

Bereits in der Sonne gings anfangs über die Skipiste und dann im freien Gelände auf den Pirchkogel. Ein gewaltiges Panorma erwartete uns und wir genossen bei Windstille den Weitblick. Danach erwartete uns die nordseitige Abfahrt in das Schneetal. Das Gelände ließ noch genug Möglichkeiten für eine unverspurte Abfahrt zu. Der Pulver unbehandelt und so krachten wir den gewaltigen Hang ohne Rücksicht und brennenden Oberschenkel fast bis zur Stamser Alm runter. Danach hieß es Sonnencreme auspacken und einschmieren. Es folgte unser letzter Aufstieg zum Kreuzjoch. Dort war dann mehr los als zuvor. Dennoch konnten wir im perfekten Gelände und jetzt im Firn abfahren.

Ja wir wurden heute mit perfekten Verhältnissen und eine tollen Runde belohnt. So mussten wir uns schlussendlich auch selber belohnen und kehrten in Sankt Sigmund im Gasthaus Ruetz ein. Bei ausgezeichnetem Essen ließen wir die Tour Revue passieren und genossen den Tag mit einem Grinser im Gesicht.

Fazit: Frühjahrstouren sind ein Kracher 🙂

 

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Übungsabend: Planmäßiger Lawineneinsatz „Rasterfahndung im Schnee“

Die sogenannte „Rasterfahndung im Schnee“ ist die Suchstrategie der Bergrettung Tirol bei Lawinenunfällen. Dabei kommen alle gängigen und praktikablen Suchmethoden zum Einsatz:

  • Oberflächensuche mit Augen und Ohren
  • Suche mit dem Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS)
  • Suche mit dem Lawinenhund
  • Suche mit Recco
  • Sondieren nach einem aufgespannten Raster
  • Markierungen auf der Lawine mit Hilfe von farbigen Fähnchen

Gerade schneearme Winter sind in Bezug auf Lawinen besonders gefährlich. Daher übt die Bergrettung Axams das richtige Verhalten beim Lawineneinsatz regelmäßig, wodurch ein perfektes Zusammenspiel der BergretterInnen (auch Ortsstellen-übergreifend) garantiert ist. Die Übung am Mittwoch fand zwischen den beiden Parkplätzen der Axamer Lizum statt. Es galt zwei vollständig verschüttete Wintersportler zu finden und die entsprechenden Erste-Hilfe-Maßnahmen zu setzen.

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neues Schulungsprogramm 1/2016 online

Steigende Teilnehmerzahlen bestätigen das geänderte Ausbildungskonzept und somit geht das Jahr der Einsatzübungen in die Verlängerung!

Details findet ihr unter Schulungsprogramm

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Jahreshauptversammlung 2016 mit Neuwahlen und Ehrungen

Am 29. Jänner  2016 fand die Jahreshauptversammlung der Ortsstelle Axams im Schulungsraum der Feuerwehr Axams statt. 47 von 67 Mitgliedern nahmen an der Versammlung teil.

Das abgelaufene Jahr 2015 erforderte von den Bergrettern wieder vollen Einsatz, waren doch neben 22 Schulungen  und Ausbildungstouren  auch 22 Einsätze, darunter 6 Einsätze der beiden Hundeführer der OS zu bewältigen.

OSTL Josef Gspan durfte auch dieses Jahr wieder  zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Darunter die Bürgermeister von Axams,  Rudolf Nagl, Götzens, Hans Payr, Birgitz Alois Oberdanner und von Grinzens Anton Bucher.  Als  Vertreter von Feuerwehr und Polizei, nahmen FFW-Kdt HBI Werner Klotz und PI-Kdt-Stv.  AI Jakob Annewanter teil. Neben dem GF der Lizum-AG, Mag. Reinhard Wieser durfte die Ortsstelle auch Bergrettungs-Bezirksleiter Innsbruck-Land, Thomas Schöpf begrüßen.

Ebenfalls begrüßt werden durften die Ehrenmitglieder der Bergrettung Tirol,  Josef (Pepi) Leis,  Richard Leis und Manfred Schaffenrath.

2016 standen Neuwahlen auf dem Programm. Walter Holzknecht – Medic-Team und Matthias Stumpf  – Ausbildungs-Team, wurden neu gewählt, die übrige Führung der Ortsstelle Axams wurde von den Mitgliedern einstimmig wiedergewählt.

Josef Kirchebner (Happn Pepi), Josef Leis (Schneider Sepp) und Werner Winkler wurden  für 25 Jahre und Hubert Falkner für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Bergrettung von der Landesleitung Tirol  mit der Ehrenurkunde ausgezeichnet.

Nach über 30 Jahren im Ausschuss der Ortsstelle Axams verabschiedete sich Willi Eder in den verdienten „Ruhestand“. Er wurde für seine Verdienste um das Bergrettungswesen in Tirol vom Landesleiter mit dem Ehrenzeichen der Landesleitung Tirol ausgezeichnet.

Die Ortsstelle Axams gratuliert allen Geehrten und bedankt sich ganz besonders bei allen Funktionären und Mitgliedern für ihren Einsatz und Engagement.

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