Filmaufnahmen für holländisches Fernsehen

Das niederländische Fernsehen produzierte eine Dokumentation über die Tiroler Bergrettung. Einige Aufnahmen dazu wurden in Axams gedreht. Wir simulierten einen Einsatz, wobei eine Frau beim Selfie-Fotografieren von der Staumauer fiel. Gefilmt wurde der Einsatzablauf. Beginnend von der Alarmierung über Ausrücken bis hin zur Erste-Hilfe-Versorgung und Bergung. Für uns war es eine abwechslungsreiche Übung. Zum Teil wurden die Aufnahmen mit einer Drohne gemacht und so gibt es sicherlich ein paar spektakuläre Aufnahmen und Einstellungen. Wir sind schon auf die Gesamtproduktion gespannt.

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Downhillcup Innsbruck 2016

Im Rahmen des Downhillcups Innsbruck wurde die neue Downhillstrecke auf Götzner Seite des Muttereralmparks am 30.9. und 1.10. gebührend eröffnet. Am Freitag stand ein ausführlicher Trainingstag am Programm, am Samstag dann das Rennen. Wir durften den Rettungsdienst mit 12 Mann entlang des anspruchsvollen Trails von der Mittelstation Nockspitzbahn bis zur Talstation übernehmen.

Danke auch an die Ortstelle Innsbruck fürs Leihen eines zweiten Einsatzfahrzeuges.

Veröffentlicht unter Einsatz | Hinterlasse einen Kommentar

Gemeinschaftstour Wallis ’16

Donnerstag, 4.55 Uhr. Heinz biegt mit seinem Auto pünktlich ums Eck. Schnell werden Ski und Gepäck eingeladen, die restlichen Mitfahrer abgeholt und noch leicht verschlafen gehts ab auf die Autobahn in Richtung Westen…

Die diesjährige mehrtägige Gemeinschaftstour führte uns an südwestlichsten Rand der Schweiz, genauer in den französischsprachigen Teil des Wallis mit dem Mont Vélan und Grand Combin als Hauptzielen – die Wetterprognose für alle 4 Tage: sehr gut.

Nach ca. 6 1/2 Stunden Fahrzeit – vorbei an Zürich, Bern und Montreaux – erreichte unsere überschaubare Gruppe bestehend aus Heinz, Gerhard, Arno, Roland, Ben, Klaus und Bernhard den kleinen Ort Bourg Saint-Pierre. Dort auf ca. 1700m ließen wir die Autos stehen und stiegen – aus Schneemangel die erste Stunde zu Fuß, dann mit Ski – auf zur futuristisch anmutenden Cabane du Vélan auf 2600m. Nachdem die resche Hüttenwirtin jeden von uns mindestens einmal zurechtgewiesen hatte, wurde uns von ihr aber ein spitzenmäßiges Abendessen serviert und bei einem Bierchen danach noch die Tourenplanung für den nächsten Tag gemacht. Das Abendlicht in Verbindung mit dem gewaltigen Bergpanorama ließ uns noch einige Fotos machen, bevor wir es uns dann zeitig im Lager gemütlich machten.

Freitag, 4.45 Uhr – Wecker. Frühstück um 5. Abmarsch um 6.
Das heutige Ziel war der Mont Vélan (3730m) an der schweizerisch-italienischen Grenze. Zum Aufwachen gings erstmal leicht ansteigend quer über den Glacier de Tseudet, an dessen Ende wir uns die Steigeisen anschnallten und mit Pickel in der Hand auf den Col de la Gouille (3150m) kraxelten. Auf dem Sattel angekommen begrüßte uns die Morgensonne von der anderen Seite und nach kurzer Fotopause seilten wir uns einige Meter ab auf den Glacier de Valsorey. Dort gings wieder mit Ski weiter, vorbei an massiven Gletscheisformationen über mehrere Stufen hinauf bis zum sehr steilen Gipfelhang. Wieder mit Steigeisen stapften wir die restlichen 150 Höhenmeter bis zum großen Gipfelplateau auf 3730m, wo uns eine geniale Aussicht erwartete. Mont Blanc, Gran Paradiso und Matterhorn waren zum Greifen nah und bei strahlendem Sonnenschein und beinahe Windstille genehmigten wir uns ein Schlückchen Tee und einen Powerriegel. Dann gings auch schon wieder abwärts – Abfahrt über den steilen Gipfelhang und weiter über den ganzen Valsorey Gletscher und an dessen Ende durch eine lange steile Rinne bis auf ca. 2400m. Von dort folgte dann nochmal der Aufstieg über die riesige Moräne zurück zur Vélan Hütte.

Samstag, Frühstück um 4, Abmarsch um 4.30 Uhr.
Mit Stirnlampe fuhren wir im Dunkeln von der Hütte ins Tal, um auf der gegenüberliegenden Seite zur Valsorey Hütte (3030m) aufzusteigen. Viel Wind, harter Schnee und das steile Gelände machten die ersten 600 Höhenmeter nicht gerade zum Genuß. Wir passierten die Valsorey Hütte kurz vor Sonnenaufgang und das immer steiler werdende Gelände zwang uns bald die Steigeisen anzuschnallen. Nach weiteren 600 Höhenmetern erreichten wir den Col du Meitin auf 3600m. Der stärkere Teil unserer Gruppe ging noch weiter über schwieriges Gelände bis zum Gipfel des Grand Combin auf auf 4300m, während die anderen retour zur Valsorey Hütte fuhren. Beim Abstieg vom Gipfel des Grand Combin kam es bei einer Abseilstelle zu einem schweren Unfall einer anderen Bergsteigergruppe, welche den Einsatz von zwei Rettungshelikoptern zur Folge hatte. Sichtlich erschöpft aber heil kamen alle Axamer Bergretter auf der Valsorey Hütte an und wir verbrachten den restlichen Nachmittag bei einem Gläschen guten wallisischem Weißwein.

Sonntag, Frühstück um 6 Uhr.
Die Nacht war trotz des spät angesetzten Frühstücks eher kurz, da die Geräusche des stark auflebenden Winds in der Nacht uns schlecht schlafen ließen. Nach kurzer Beratung entschieden wir uns dann trotz des starken Windes doch wieder mit den Ski am Rücken auf den Col du Meitin aufzusteigen. Die Entscheidung war gut, denn auf der anderen Seite erwartete uns eine kurze aber beeindruckende Abfahrt auf das weite und windstille Plateau des Glacier de Cobassière. Bei strahlendem Sonnenschein überquerten wir das 3km breite Gletscherplateau auf 3400m und genossen das eindrucksvolle Panorama rund um den Grand Combin. Wir stapften noch 100 steile Höhenmeter auf den Col de Panossière, bevor wir dann fast 2000 Höhenmeter Abfahrt über den Glacier de Boveire ins Tal nach Bourg Saint-Pierre vor uns hatten. Der Bruchharsch im oberen Teil verwandelte sich bald zu feinem Firn und so konnten wir die lange Abfahrt in vollen Zügen genießen. Der Schnee reichte leider wieder nicht ganz bis unten und so mussten wir noch gut eine Stunde zu Fuss zurück zum Auto gehen.

Danke an den Tourenwart und alle Tourenteilnehmer für die geniale Gemeinschaftstour und einen wunderschönen Ausklang der Skisaison.

Fotos: Heinz G., Roland W.

Veröffentlicht unter Ausbildungstour | Hinterlasse einen Kommentar

Schneetalrunde Kühtai 20. März 2016

Skitouren im Frühjahr haben ja immer auch was Mühsames. Das frühe Aufstehen ist oft ein wenig beschwerlich. Wenn der Wetterbericht den ganzen Tag Sonne verspricht, die Lawinenwarnstufe passt, der Schnee noch pulvrig ist, motiviert das aber Jung und Alt. So zählten wir heute einen Altersunterschied zwischen unserem Youngster und erfahrenstem Hasen ganze 53 Lenze.

Bereits in der Sonne gings anfangs über die Skipiste und dann im freien Gelände auf den Pirchkogel. Ein gewaltiges Panorma erwartete uns und wir genossen bei Windstille den Weitblick. Danach erwartete uns die nordseitige Abfahrt in das Schneetal. Das Gelände ließ noch genug Möglichkeiten für eine unverspurte Abfahrt zu. Der Pulver unbehandelt und so krachten wir den gewaltigen Hang ohne Rücksicht und brennenden Oberschenkel fast bis zur Stamser Alm runter. Danach hieß es Sonnencreme auspacken und einschmieren. Es folgte unser letzter Aufstieg zum Kreuzjoch. Dort war dann mehr los als zuvor. Dennoch konnten wir im perfekten Gelände und jetzt im Firn abfahren.

Ja wir wurden heute mit perfekten Verhältnissen und eine tollen Runde belohnt. So mussten wir uns schlussendlich auch selber belohnen und kehrten in Sankt Sigmund im Gasthaus Ruetz ein. Bei ausgezeichnetem Essen ließen wir die Tour Revue passieren und genossen den Tag mit einem Grinser im Gesicht.

Fazit: Frühjahrstouren sind ein Kracher 🙂

 

Veröffentlicht unter Allgemein, Ausbildungstour | Hinterlasse einen Kommentar

Übungsabend: Planmäßiger Lawineneinsatz „Rasterfahndung im Schnee“

Die sogenannte „Rasterfahndung im Schnee“ ist die Suchstrategie der Bergrettung Tirol bei Lawinenunfällen. Dabei kommen alle gängigen und praktikablen Suchmethoden zum Einsatz:

  • Oberflächensuche mit Augen und Ohren
  • Suche mit dem Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS)
  • Suche mit dem Lawinenhund
  • Suche mit Recco
  • Sondieren nach einem aufgespannten Raster
  • Markierungen auf der Lawine mit Hilfe von farbigen Fähnchen

Gerade schneearme Winter sind in Bezug auf Lawinen besonders gefährlich. Daher übt die Bergrettung Axams das richtige Verhalten beim Lawineneinsatz regelmäßig, wodurch ein perfektes Zusammenspiel der BergretterInnen (auch Ortsstellen-übergreifend) garantiert ist. Die Übung am Mittwoch fand zwischen den beiden Parkplätzen der Axamer Lizum statt. Es galt zwei vollständig verschüttete Wintersportler zu finden und die entsprechenden Erste-Hilfe-Maßnahmen zu setzen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar