Übung 5.6.2024

Unser Ausbildungsteam forderte uns an diesem Abend mit einem spektakulären Szenario: In unserem Klettergarten Spucher stürzte ein Solokletterer im Vorstieg. Dabei zog er sich schwere Verletzungen zu.

Insgesamt rückten 19 Bergretter:in aus. In solch exponierten Lagen ist ein kontrolliertes und wachsames Arbeiten notwendig und so wurden Schutzzonen gebildet. Das Medicteam seilte sich zum Patienten ab und nahm die Versorgung vor. Aufgrund des Verletzungsmuster sollte der Patient nach Möglichkeit liegend geborgen werden. Somit entschlossen wir uns die Gebirgstrage zu verwenden.

Die Bergung mittels Mannschaftsflaschenzug ging zügig voran und so konnte der Patient abtransportiert werden.

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Übungsabend „Hochtouren“

Am Mittwoch, den 27.03., gab es zur Vorbereitung auf die Hochtourensaison einen Übungsabend an der Staumauer. Im Stationsbetrieb wurden Seil- und Bergetechniken für die Selbstrettung sowie die Partnerrettung nach einem Spaltensturz aufgefrischt. Die Staumauer bietet sich dafür perfekt an, um die Selbstrettung mittels Gletscherexpress inkl. Umbau auf die Münchhausentechnik, sowie die Seilrolle zur Partnerrettung zu trainieren.

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Gemeinschaftstour – Geier Reib’n

Zugegeben: Die Verhältnisse waren nicht sehr verheissungsvoll Anfang Februar. Aber zumindest sollte seit langem wieder einmal der Wetterbericht passen und so strahlt zumindest im Zuge der Planung das Sonnensymbol von der App…

Die erste von 2 Ausbildungstouren im Winter 2024 führte insgesamt 14 Bergretter*innen wieder einmal in den fernen Osten, genauer gesagt in die Tuxer Alpen. Dort erhofften wir uns noch den meisten Schnee und viel Sonne, wohlwissend, dass eventuell der Wind – wie so oft in den Tuxern – mitunter zum Spielverderber werden könnte. Zum ersten Spielverderber wurde dann aber nicht der Wind, sondern die geräumte Militär- Strasse hinauf ins Hochlager Walchen und so hieß es vorerst für ca. eine gute Stunde Ski tragen anstatt gemütlich mit Fellen gehen. Nachdem diese erste Hürde gemeistert war, eröffnete sich nach der Lizumer Hütte aber ein durchaus positives Bild: Viel und vor allem schöner Schnee prägten die Landschaft. Nach insgesamt 1450 zurückgelegten Höhenmetern über wunderbares, nordseitiges Skitourengelände erreichten wir schließlich den 2857 m hohen Gipfel des Geier. Wie erwartet empfing uns ein phantastisches Panorama mit den Zillertaler Granden Olperer, Fussstein und Schrammacher, aber leider auch eine recht frische Brise, die uns nicht allzu lange am Gipfel verharren ließ. Hinunter ging es, zuerst über mäßig schönen Schnee in die Knappenkuchel, wo wir letztendlich im unteren Bereich aber mit tollem Pulver belohnt wurden. 

Den zweiten Teil der Reib‘n bildete schließlich ein weiterer Aufstieg auf’s Klammjoch bzw. auf die Mölser Sonnenspitze. Insgesamt lagen nun knapp 2000 Höhenmeter hinter uns, bevor wir nordseitig über ideales Skigelände hinunter ins Mölstal und retour zum Lager Walchen fuhren. Geschlaucht ob des langen Tages, des Windes und der doch sehr wechselhaften und alles in allem anspruchsvollen Schneeverhältnisse, aber glücklich über das erreichte Ziel, ließen wir die Tour bei einer gemütlichen Nachbesprechung noch einmal Revue passieren. 

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Steileiskurs in Osttirol

Vom 2. bis zum 4. Februar begaben sich Christian und David auf ein unvergessliches Abenteuer in den beeindruckenden Berglandschaften Osttirols, um an einem Steileiskurs teilzunehmen. Der Ausgangspunkt unseres Wochenendes war das gemütliche Matreier Tauernhaus, am Beginn des Gschlösstals.

Das Wetter hätte nicht besser sein können – strahlender Sonnenschein und überraschend milde Temperaturen begleiteten uns während unseres gesamten Aufenthalts. Diese optimalen Bedingungen schufen die perfekte Kulisse für unser eisiges Abenteuer.

Unter der fachkundigen Anleitung eines ausgezeichneten Ausbildungsteams tauchten wir tief in die Welt des Steileises ein. Neben praktischen Übungen wie dem Standplatzbau mit der Abalakov-Eisuhr lag der Schwerpunkt unserer Ausbildung auf der praktischen Anwendung von Kletter- und Sicherungstechniken und dem Seilschaftsablauf. Dennoch erhielten wir wichtige theoretische Inputs, darunter Vorträge über Unfälle beim Eisklettern, die richtige Ausrüstung sowie die Risikobeurteilung im Einsatz.

Ein Vortrag über Unfälle beim Eisklettern sensibilisierte uns für potenzielle Gefahren und Risiken. Durch die Analyse von Fallbeispielen lernten wir, typische Fehler zu erkennen und Strategien zur Vermeidung von Unfällen zu entwickeln. Dieses Wissen war entscheidend, um unsere praktische Ausbildung in einem sicheren Umfeld zu absolvieren.

Ein weiterer Vortrag widmete sich der Ausrüstung zum Eisklettern. Hier erhielten wir einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Arten von Eisausrüstung, ihre spezifischen Eigenschaften und die richtige Handhabung. Von Eisgeräten über Steigeisen bis hin zu speziellen Sicherungsgeräten lernten wir, wie wir unsere Ausrüstung optimal einsetzen können.

Am zweiten Tag ging es zu einem Eisfall bei Virgen, wo wir das Erlernte unter realistischen Bedingungen anwenden konnten. Die Herausforderung des Eisfalls bot uns die Möglichkeit, unsere Fertigkeiten weiter zu verfeinern und uns mit verschiedenen Eisformationen vertraut zu machen.

Neben den intensiven Trainingseinheiten genossen wir auch die Gastfreundschaft des Tauernhauses. Das gute Essen und die herzliche Atmosphäre trugen dazu bei, dass sich die Teilnehmer wie eine eingeschworene Gemeinschaft fühlten.

Ein Höhepunkt des Wochenendes war der Besuch des Eisparks Osttirol, wo wir unsere Fähigkeiten unter realistischen Bedingungen weiter vertiefen konnten. Hier lernten wir auch Bergungstechniken der Bergrettung Tirol, um für den Ernstfall gerüstet zu sein.

Besonders wertvoll war die Schulung im Seilschaftsablauf im Eis. Die präzise Koordination und Kommunikation innerhalb der Seilschaft sind von entscheidender Bedeutung für die Sicherheit bei der Besteigung steiler Eiskaskaden.

Am Ende dieses ereignisreichen Wochenendes kehrten wir nicht nur mit neuen Fertigkeiten und Kenntnissen, sondern auch mit unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck zurück. Der Steileiskurs war nicht nur eine intensive Schulung, sondern auch ein unvergessliches Abenteuer.

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Jahreshauptversammlung 2024

Am 26. Jänner 2024 fand die Jahreshauptversammlung der Ortsstelle Axams im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Axams statt. 42 von 71 Mitgliedern nahmen an der Versammlung teil.

Eröffnet wurde die Versammlung mit einer Gedenkminute für unsere verstorbenen Kameraden.

OSTL Heinz Gatscher durfte zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Darunter die Bürgermeister von Axams, Thomas Suitner und für Grinzens Anton Bucher sowie die beiden Vize-Bürgermeister von Axams, Walter Mair und Martha Salchner. Als Vertreter der Blaulichtorganisationen nahmen KI Jakob Annweanter von der Polizeiinspektion Axams, Bez.Kdt.Stv. Christoph Schullern vom Österreichischen Roten Kreuz, sowie die Freiwilligen Feuerwehren unseres Einsatzgebietes mit ABI Andreas Mair für Axams, HBI Matthias Saurwein für Götzens, OBI Manuel Oberdanner für Grinzens und BI Emanuel Kofler für Sellrain teil.

Ebenfalls begrüßt werden durften die Ehrenmitglieder der Bergrettung Tirol,  Josef (Pepi) Leis und Josef Gspan.

Ortsstellenleiter berichtete über die aktuelle Situation zum Projekt des Neubaus der Einsatzzentrale Bergrettung Axams mit einem Rückblick über die Meilensteine im letzten Jahr sowie dem Ergebnis des Architekturwettbewerbes und bedankte sich auch bei den anwesenden Bürgermeistern für die Unterstützung aller fünf Gemeinden zu diesem großen Vorhaben.

Die Berichte des Ausschusses und der Funktionäre zeigten erneut einige Rekordzahlen auf. Im abgelaufenen Jahr 2023 hatte die Bergrettung Axams zum Einen bei 27 Einsätzen in Summe 510 Einsatzstunden geleistet. Auffallend war speziell die wellenartige Alarmierung speziell im Hochsommer, wo sehr viele Einsätze speziell im Gebiet rund um die Kalkkögel zu absolvieren waren. Zum Anderen waren speziell mit den Großveranstaltungen IATF, Berglauf-WM und Crankworx sehr viele Ambulanzdienste zu absolvieren, die meist sehr personalintensiv waren. Nur im Juni kamen so zusätzliche 900 Einsatzstunden für Rettungsdienste zusammen. Wolfgang bedankte sich bei der gesamten Mannschaft für die immerwährende Bereitschaft!

Trotz alledem gab es auch beim zweiwöchigen Schulungs- und Fortbildungsprogramm weiterhin die gewohnt hohe Teilnahme. Laut Bericht vom Ausbildungsleiter Klaus namehn an insgesamt 24 Schulungen und Ausbildungstouren im Durchschnitt 21 Bergretterinnen und Bergretter teil.

Als fleißigster Bergretter 2023 wurde unser Ortsstellenleiter Heinz Gatscher mit 23 von 24 möglichen Teilnahmen gefeiert!

Weiters durfte die Bergrettung Axams zwei unserer langjährigen und noch immer aktiven Bergretter hochleben lassen. Klaus Springfeld und Gerhard Flossmann freuten sich über die Urkunde zum 40-jährigen Jubiläum.

Und noch etwas gabs zu feiern: Unsere Anwärter Gerhard, Christian und David wurden nach Abschluss der Grundausbildung im Rahmen der Jahreshauptversammlung offiziell als Einsatzbergretter aufgenommen!

Die Ortsstelle Axams bedankt sich ganz besonders bei allen Funktionären und Mitgliedern für ihren Einsatz und Engagement.

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Bergmesse am Kögele

Der Wettergott meinte es auch heuer wieder gut mit uns und so feierten wieder zahlreiche Bergfreunde mit uns die alljährliche Bergmesse am Axamer Kögele bei traumhaften Bedingungen.

Heuer gedachten wir ganz speziell an unsere kürzlich verstorbenen Kameraden Erwin, Hans und Klaus!

Unser Pfarrer Peter Ferner machte den Gottesdienst wieder zu einem ganz besonderen Erlebnis. Vergelt´s Gott dafür lieber Peter!

Die Musikkapelle Axams sorgte mit einem sehr gut besetzten Team wie gewohnt für die musikalische Umrahmung.

Vergelt´s Gott allen, die diesen Tag mit uns feierten. Wir freuen uns schon auf die nächste Bergmesse und hoffen wieder auf so zahlreiche Teilnahme.

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Einladung zur Bergmesse am Axamer Kögele am 3.9.2023

Wir laden euch herzlich zu unserer Bergmesse am Axamer Kögele zum Gedenken an alle verstorbenen Bergkameraden ein! Die feierliche Messe findet am Sonntag, den 3. September 2023 um 12:30 Uhr statt und wird wie gewohnt von der BMK Axams musikalisch umrahmt.

Aufstiegsmöglichkeit bequem mit der neuen Hoadlbahn von Mittelstation oder Hoadl, bzw. von der Lizum kommend via Bärenhütte oder für die ganz Sportlichen direkt von Axams aus über die Piste. 😉

Bei Schlechtwetter findet die Messe in der Lizumkapelle statt.

Wir freuen uns auf euch!

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Abschliessende Einsatzübung nach arbeitsintensivem Juni

Der Juni war heuer ein sehr arbeitsintensiver Monat. Neben dem Berglauf-Event IATF (Innsbruck Alpin Trailrun Festival) und dem Bike-Event Crankworx stattete heuer auch die Berglauf-WM unserem Einsatzgebiet einen Besuch ab. Bei der Berglauf-WM durften wir sogar ein bekanntes Gesicht anfeuern. Unsere Bergretterin Rosanna lief dabei beim Long-Trail (87km und 6.800hm) für das deutsche Team und wurde sensationelle 5.! Gratulation nochmals an dieser Stelle für diese gewaltige Leistung!

Die perfekte Organisation der Events wurde hier nur noch von dem Bilderbuchwetter an allen drei Wochenenden getoppt. Die Bilder, die dabei um die Welt gingen, sind wohl die beste Werbung für unser wunderschönes Land!

Arbeitsintensiv waren die Veranstaltungen auch für uns als Bergrettung, da die Veranstalter im Rettungskonzept auch die medizinische Versorgung entlang der Strecke sicherstellen müssen. Ohne eine perfekt funktionierende ortsstellenübergreifende Zusammenarbeit mit den Ortsstellen Innsbruck, Hall, Vorderes Stubai, Neustift sowie Sellraintal wären solche Rettungsdienste nicht möglich! Daher auch an dieser Stelle vielen Dank an alle beteiligten Ortsstellen für die perfekte Zusammenarbeit!

In Zahlen heißt das konkret, dass die Ortsstelle Axams für das IATF 22 BergretterInnen mit 297 Arbeitsstunden, für die Berglauf-WM 29 BergretterInnen mit 270 Arbeitsstunden und für den Downhill Crankworx (3 Tage) 24 BergretterInnen mit 236 Stunden in Summe mit dem Einsatz am Axamer Kögele nur im Juni auf ca. 900 Stunden Aufwand kam.

Zum Abschluss des ersten Halbjahres gab es vergangenen Mittwoch noch eine fordernde Einsatzübung, bei der eine schwerstverletzte abgestürzte Person (unsere Übungspuppe „Rescue Randy“) sowie eine zweite leichter verletzte Person nach erfolgter Erstversorgung über eine überhängende Felswand nach oben zu bergen waren. Während der Voraustrupp sich bereits zu den Verletzten abgeseilt hatte, konnte die Bergemannschaft für die organisierte Bergung mittels Mannschaftsseilrolle vorbereiten. Das anspruchsvolle Gelände und der Platzmangel forderte die gesamte Mannschaft und so wurde der Übungseinsatz konzentriert und professionell abgearbeitet.

Wir wünschen euch allen einen tollen unfallfreien Bergsommer!

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