Gemeinschaftstour Große Ochsenwand – 19.9.2021

Zum Start des Herbstübungsprogramms ging es dieses Mal auf die Große Ochsenwand. Bei strahlendem Wetter stiegen von der Adolf Pichler Hütten zum Seejöchl auf – weiter gings über das Schlicker Schartl in Richtung Einstieg Klettersteig. Hier gabs eine Jause – noch standen ja 700 hm Klettersteig vor uns. Die ersten Meter des Klettersteigs hieß es zupacken. Ein weiteres Paar war weit vor uns und von daher hatten wir den Berg für uns. Der Wetterbericht schien heute genau zu stimmen. Den Gipfel vor Augen zog es bereits ein wenig zu. So hielten wir uns am Gipfel nicht lang auf und stiegen Richtung AK Scharte ab und bald darauf waren wir auch schon in der Adolf Pichler Hütte. Das Wetter haben wir perfekt ausgenützt. Kurz darauf begann es zu regnen. Ausgezeichnete Kasknödl, Hirtenmakkaroni und Kaiserschmarrn genossen wir auf der APH und war der Abschluss eines wunderschönen Tags.

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Axamer Kögelemesse am 5. September 2021

Zahlreiche Bergfreunde kamen der Einladung nach und feierten bei traumhaftem Wetter am Axamer Kögele die diesjährige Bergmesse. Diese fand heuer in besonderem Gedenken an unseren verstorbenen Bergrettungskamerad Manfred Schaffenrath statt.

Ein herzliches Vergelt´s Gott an unser Pfarrerteam Peter Ferner und Remigius Ibudialo, die immer die passenden Texte aus der heiligen Schrift finden und in der Predigt weiter ausführen. Diese würdevolle Gestaltung begeistert Jung und Alt.

Ein herzliches Vergelt´s Gott auch an die Musikkapelle Axams für die musikalische Gestaltung der Bergmesse. Es ist nicht ganz selbstverständlich, dass Musikinstrumente mit bis zu 15 kg selber getragen werden. Es hat sich aber definitiv gelohnt und somit wurde es ein besonderer Gottesdienst.

Wir bedanken uns nochmals bei allen Beteiligten und hoffen nächstes Jahr wieder so viele Bergler begrüßen zu dürfen.

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Erstes Winterfeeling beim gestrigen Sucheinsatz

Am gestrigen Montag, 30.August 2021, wurde die Bergrettung Axams zu einem Sucheinsatz im Bereich Seejöchl gerufen.

Ein Urlauberpaar aus Amerika war mit ihrem Hund von der Starkenburger Hütte zur Kemater Alm unterwegs, als sie im dichten Nebel die Orientierung verloren und vom verschneiten Steig abkamen.

Aufgrund der Witterung musste der Erkundungsflug des Polizeihubschraubers abgebrochen werden. Die Bergrettung Axams rückte mit 8 Mann aus und fand die beiden Wanderer nach ca. 2h am Weg zur Schlicker Seespitze unverletzt aber unterkühlt auf. Nach entsprechendem Wärmemangement wurden die beiden mittels kurzem Seil sicher zur Adolf Pichler Hütte gebracht, wo sie ihren Weg selbständig weiter fortsetzen konnten.

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Ankündigung – Bergmesse am Kögele am Sonntag, 5.9.2021

Wir dürfen euch auch heuer wieder recht herzlich zu unserer Bergmesse am Axamer Kögele zum Gedenken an alle verstorbenen Bergkameraden einladen! Die feierliche Messe findet am Sonntag, den 5. September 2021 um 12:30 Uhr statt und wird wie gewohnt von der BMK Axams musikalisch umrahmt.

Als Aufstiegsmöglichkeit bietet sich wieder die Olympiabahn an, dann vom Hoadl aus entlang des Steiges über den Pleisengipfel zum Kögele. Oder für die Sportlichen unter uns direkt von Axams aus über die Piste, oder von der Lizum kommend via Bärenhütte.

Bitte beachtet die allgemein gültigen 3G-Regeln!

Wir freuen uns auf euch!

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✝︎ Ableben von Manfred Schaffenrath

Wir trauern um unseren Kameraden Manfred Schaffenrath, der leider viel zu früh von uns gegangen ist.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen!

Manni war 49 Jahre Mitglied der Bergrettung! Neben 11 Jahren als Ortsstellenleiter war er in seiner langen Zeit auch als Kassier, Sanwart, Schriftführer und Kassaprüfer tätig. Seit 2006 war Manfred Ehrenmitglied der Bergrettung.

Er war bis zuletzt aktiv bei vielen Einsätzen und Übungen dabei. Wir danken ihm für seinen unermüdlichen Einsatz und Engagement.

Die Ortsstelle Axams wird unserem lieben Manni stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Ruhe in Frieden lieber Manni!

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Lawineneinsatz am 1. Mai 2021

Im Mai ein Lawineneinsatz, das gabs in unserer Ortsstelle wohl noch nie. Am 1. Mai ging gegen 13 Uhr eine Einsatzmeldung ein, unklare Situation nach Lawinenabgang Bereich Hörzingwand. Die Lawine löste sich in der Nordrinne vom Widdersberg.

Nach einem Erkundungsflug mit unserem Einsatzleiter wurde die Mannschaft mit den Hubschraubern Christophorus 1 und Libelle Tirol vom Sammelplatz bei der Feuerwehr Axams in die Axamer Lizum geshuttlet, sowie eine Hundeführerin direkt hingeflogen.

Die Crew des C1 übernahm noch einen Suchflug mittels RECCO, dieser war negativ. Der Lawinenkegel wurde von den Bergrettern per LVS-Geräten, Recco und einem Lawinenhund nochmals abgesucht. Da es keinen Fund gab und auch keine Person abgängig gemeldet war, wurde der Einsatz nach ca. 2,5h abgebrochen.

Im Einsatz standen 17 Bergretter, sowie eine Hundeführerin, Christophorus C1 und Libelle Tirol.

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Grundkurs Winter – ABZ Jamtal 27.02. – 05.03.2021

Eine Woche auf einer Hütte mitten in der Tiroler Bergwelt verbringen zu dürfen, ist allemal für die meisten Bergbegeisterten ein Highlight. Dann auch noch in der Alpinmedizin, Tourenplanung, Kameradenrettung und Einsatzrettung ausgebildet zu werden, lässt das Bergretterherz höherschlagen. 

Genau das erwartete uns, Ines, Rosanna und Florian, aktuell Anwärter der Ortsstelle Axams. Obendrauf kam auch noch die Wettervorhersage mit viel Sonne dazu. 

So starteten wir, hochmotiviert, Samstag früh den kleinen Hatscher von 10km und nur 400hm ins Ausbildungszentrum Jamtal. Natürlich wurde der gesamte Grundkurs unter strengen Corona Auflagen geplant und durchgeführt. Im Vorfeld hatten alle Ausbildner und TeilnehmerInnen einen negativen PCR-Test vorgelegt. Zusätzlich wurde nach 2 Tagen erneut getestet. 

Nach Ankommen an der Hütte erst einmal große Begeisterung. Die Hütte ist schon eine Schau. Hochmodern und im Bettenlager reichlich Platz, durch die Verkleinerung der Gruppe (Corona) nun sogar noch mehr! 

Die ersten beiden Tage stand Alpinmedizin am Programm: Theorie und Praxis, das Gelernte gleich anwenden und mögliche Notfälle am Berg durchdenken und durchspielen. 

Montag und Dienstag durften wir in Kleingruppen mit je einem Bergführer, unserem Ausbildner, mit den Skiern aufsteigen und einiges über das Gelände, die Tourenplanung, Spurwahl und Bewertung der Bedingungen während des Aufstiegs lernen. So konnten wir zwei sonnige und aussichtsreiche Gipfel (Gemsspitze und Haagspitze) erklimmen, Gletscher queren und lässige Abfahrten in Pulver und Firn genießen. 

Zwischendurch haben wir uns über eine Wechte „hängen lassen“ und so die Gletscherspaltenbergung geübt. Mit Schwung hineinfahren und hoffen, dass der Partner oben alles richtig macht. Nein, der Expertenblick der Bergführer hat natürlich alles akribisch beobachtet und nach einigen simulierten Abstürzen und Rettungsaktionen, waren wir echt zackig und jeder Griff sitzt nun. 

Mittwoch – die Zeit vergeht! Versüßt hat uns diese auch die Verpflegung des Kochs mit Suppe nach der Skitour, sehr gutem Frühstück und super Abendessen. Danach folgten noch interessante Lawinenvorträge und gemütliche Hüttenabende, die freilich durch Maske, Kleingruppen und Regeln etwas anders abliefen als gewohnt, aber da sind wir alle froh, in solchen Zeiten eine Ausbildung genießen zu dürfen und lassen uns von so etwas nicht unterkriegen. 

Weiter gings mit Kartenkunde, Orientierung und einigen weiteren Rettungstechniken, die im Winter wichtig sind. Allen voran die Verschüttensuche mit LVS-Gerät, das schnelle und genaue Sondieren und letztendlich das Schaufeln. Die so wichtige Kameradenrettung, die eine schnelle Hilfe im Notfall ermöglicht, sowie der große Einsatz mit der Ortstelle der Bergrettung wurden eingehend geübt. 

Zack, schon wars Donnerstag. Für uns hieß es, letzter Tag der Ausbildung und am Nachmittag noch die Überprüfung des Gelernten der letzten Tage. 

An verschiedenen Stationen wurde überprüft und von uns vorgezeigt, was wir die letzten Tage erleben und lernen durften. Die Selbstrettung aus einer Gletscherspalte, Orientierung im Gelände und auf der Karte, Verschütteten-Suche mit dem LVS-Gerät und Sondieren, um nur einige Beispiele zu nennen. 

Die Ausbildner in der Woche haben uns echt einiges mitgegeben und uns gut vorbereitet. So war die Stimmung am Abend ausgelassen, als alle das Zertifikat zur bestandenen Ausbildungswoche erhalten haben. 

Am Freitag stand die Abreise an. Noch einmal gemeinsames Frühstück und anschließend gemeinsames Säubern und Zusammenräumen der Hütte, was wirklich rasch erledigt war – auch hier, wie im Einsatz, das zusammenhelfen macht’s möglich. 

Und schon standen wir wieder auf den Ski und schlängelten uns den Ziehweg nach Galtür hinunter. 

Wir können nur Danke sagen. Danke – für eine super Woche und für den Einsatz aller, die dahinterstecken, eine Ausbildung, wie diese, in der aktuellen Lage möglich zu machen.

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Fortbildungskurs Wattener Lizum: AlpinRettung Winter, 25.-28.02.2021

Perfektes Wetter soweit der Wetterbericht reicht – Sonnenschein pur. Genau mit diesem Ausblick durften wir, Markus, Bernhard und Florian den Fortbildungskurs in der Wattener Lizum antreten. Natürlich unterlag der gesamte Kurs den strengen Corona Auflagen und so mussten alle Kursteilnehmer zu beginnen einen PCR Test durchführen. Bis das Testergebnis vorlag, durften wir die ca. 400 hm vom Lager Walchen zum Lizumer Hochlager aufsteigen. Glücklicherweise lag kein positives Testergebnis vor und somit stand dem weitern Kurs nichts mehr im Wege.

Der alternative Ausbildungsort in der Wattener Lizum steht dem Jamtal um nichts nach. Von flachen bis steilen Hängen erlaubt dieses Gebiet alle erdenklichen Einsatzszenarien. Am Donnerstagnachmittag gab es eine Auffrischung bezüglich LVS- und Recco-Suche mit anschließender Fein- und Grobsuche mittels Lawinensonde. Auch das schweißtreibende Ausschaufeln wurde ausgiebig geübt. Der Freitagvormittag, war ganz der Erstversorgung des Patienten gewidmet. Hier wurden klassische Verletzungsmuster bei alpinen Unfällen besprochen. Am Nachmittag ging es um planmäßige bzw. behelfsmäßige Seil- und Sicherungstechnik. Hier durften wir zum ersten Mal das System  Maestro und ID von Petzl kennen lernen.

Am Samstag stand dann eine Ausbildungstour an. Es ging Richtung Mölser Sonnenspitze. Unser Ausbilder und Bergführer Hugo führte uns in die unendlichen Tiefen des Schneeprofil Lesens ein. Schwer zu begreifen, dass dieses Thema so unglaublich komplex ist. Zwischenzeitlich verstanden wir weniger als zu Beginn. Doch Hugo schaffte es die Flut an Information in unseren Köpfen zu ordnen. Alle Themen dieser Ausbildungstour beschäftigten uns Teilnehmer sehr und wurden am Abend noch zum Gesprächsthema. Am Nachmittag ließen sich unsere Ausbildner noch zwei Bergrettungseinsätze einfallen. Einen Lawineneinsatz mit drei Verschütteten und einer gestürzten Person, die im steilen Gelände zum Liegen kam. Diese Person musste mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen versorgt und anschließend mit Fixpunkten im Schnee und entsprechender Seil- und Sicherungstechnik (planmäßiger Einsatz) gerettet werden.

Am Sonntag kam dann der große Übungseinsatz. Eine große Lawine mit fünf verschütteten ging nordwestlich der Kalkwand ab. Das gesamte Bergematerial musste von der Einsatzmannschaft zum Lawinenkegel auf Skiern hochgetragen werden. Wir suchten mittels LVS Geräten, dem Recco und Lawinensonden. Unsere Ausbildner hatten sich einiges überlegt und somit waren fast alle Verschütteten medizinisch zu versorgen. Ein Verschütteter musste aufgrund der Fundstelle sogar mittels behelfsmäßiger Seil- und Sicherungstechnik gerettet werden.

Darüber hinaus durften wir einer Reihe an Theorievorträgen lauschen. Die Vorträge deckten die Bereiche Schnee- und Lawinenkunde, Funk, Kommunikation mit der Leitstelle, planmäßiger Lawineneinsatz, taktische Alpinmedizin und vieles mehr ab. Wir hatten sogar das große Vergnügen, dass Patrick Nairz, ein Lawinenprognostiker des Lawinenwarndienstes Tirol, uns sein geballtes Wissen an Lawinen- und Schneekunde vortrug. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation kamen manche sozialen Zusammenkünfte am Abend leider zu kurz. Jedoch stand in diesen Tagen die Fortbildung im Vordergrund und dabei kamen wir voll auf unsere Kosten.

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